
Ich bin kein Nazi, aber…
Theaterstück des ueTheaters Regensburg an der GSH
Am Donnerstag, 18. Juni 2026 besuchten ausgewählte Klassen der Jahrgangsstufen 8 bis 11 aus allen drei Schularten die Aufführung des Stückes „Ich bin kein Nazi, aber…“ im Pädagogischen Zentrum der Gesamtschule Hollfeld.
Eine Schauspielerin und ein Schauspieler des ueTheaters Regensburg schlüpften in die Rollen einer politisch rechts zu verortenden, jungen Frau und eines linksliberalen, jungen Mannes, die ihre unterschiedlichen Einstellungen provokant gegenüberstellten.
Die Schüler:innen wurden aktiv in das Stück eingebunden. Unter anderem nahm das Publikum an mehreren Abstimmungen teil, mit Hilfe derer die Darstellenden herausfinden wollten, wer mit den überzeugenderen Argumenten bei den Zuschauer:innen punkten kann. Dabei trafen Thesen wie „Deutsche zuerst“ und „Deutschland trägt durch seine Außenpolitik eine Mitschuld an den Flüchtlingsbewegungen“ direkt aufeinander. Zwei Schülerinnen durften sogar in einer Szene mitwirken.
Im Anschluss an die Aufführung beantworteten die beiden Darsteller:innen Fragen aus dem Publikum. Dabei erfuhren die Schüler:innen unter anderem, dass das Stück bereits 2018 von einem Regisseur und Autor entwickelt wurde und auf sorgfältiger Recherche basiert. Sie betonten noch einmal die Bedeutung politischer sowie historischer Bildung, den kritischen Umgang mit Informationen und Quellen im Internet sowie die Notwendigkeit, politische Aussagen zu hinterfragen und eigene Meinungen begründet zu vertreten. Besonders hervorgehoben wurde, dass jeder Mensch das Recht hat, sein Leben frei zu gestalten, solange dadurch niemand verletzt wird.
Die Aufführung regte die Schüler:innen dazu an, über Demokratie, Toleranz und gesellschaftliche Verantwortung nachzudenken. Dem ueTheater ist es somit gelungen, politische Bildung auf anschauliche, unterhaltsame und zugleich nachdenkliche Weise zu vermitteln.
(verfasst von Mika Fessl und Cilia Utz, Klasse 10.1)
