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Latein-Kabarett mit Björn Puscha

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Kabarettist und Bühnenlateiner begeistert über 300 Schülerinnen und Schüler

 

Ein besonderes kulturelles Highlight erwartete unsere Schule: Am 11.2.2026 präsentierte der aus dem bayerischen Fernsehen bekannte Kabarettist und Bühnenlateiner Björn Puscha sein Bühnenprogramm „Schlechte Karten für Jupiter“ vor mehr als 300 Schülerinnen und Schülern im Pädagogischen Zentrum der GSH.

Mit viel Witz, Charme und beeindruckendem Fachwissen nahm er das Publikum mit auf eine Zeitreise in das antike Rom zur Zeit Cäsars. Der Künstler führte seine Zuhörer z. B. in den Circus Maximus, wo er sie in die aufgeregte und spannende Atmosphäre eines Wagenrennens eintauchen ließ. Danach ging es weiter in die Subura. Die Subura war eine Wohngegend der Armen, die als Rotlichtviertel bekannt bzw. berüchtigt war und wo auch Cäsar bis zu seinem 37. Lebensjahr wohnte. Von hier führte Puscha seine Zuhörer vorbei an Insulae (Wohnblöcke), an zahlreichen Läden und Imbissbuden bis zum Theater des Pompeius. Dort ließ er auf eindrucksvolle erzählerische Weise die historische Ermordung Cäsars zu Füßen der Pompeius-Statue am 15. März 44 v. Chr. vor dem geistigen Auge des gebannten Publikums geschehen.

„Welche dramatische Folgen hatte der Mord an Cäsar für das Römische Reich? Was wäre, wenn das Attentat schon früher stattgefunden hätte? Wie würde dann das Europa von heute aussehen?“, gab Puscha seinen Zuschauern zu bedenken.

So wurde das Leben der alten Römer lebendig und greifbar gemacht – von Alltagsgewohnheiten über Politik bis hin zu Sprache und Kultur. Auf unterhaltsame  und zugleich anspruchsvolle Weise gelang es dem Künstler, Geschichte in die Gegenwart zu holen und eindrucksvoll zu zeigen, dass die Sprache Latein alles andere als „tot“ ist und das kulturelle und politische Erbe der Römer in vielfältiger Weise das heutige Europa prägt.

Die Veranstaltung war nicht nur lehrreich, sondern auch äußerst amüsant. Humorvoll, pointiert und mit großer Bühnenpräsenz verstand es der Kabarettist B. Puscha, sein junges Publikum zu begeistern und für die römische Welt zu faszinieren.

Zum Schluss noch ein Funfact: Hätten Sie gewusst, dass der Name Cäsar, von dem sich „Kaiser“ ableitet, aus dem Punischen stammt und Elefant bedeutet?

Ein gelungener Vormittag, der sicher noch lange in Erinnerung bleiben wird.

Text und Bild: M. Neubauer